Mini Fräse

Ein Bericht über den Bau meiner kleinen Fräse!

Seit dem ich diese Fräse habe, gibt es fast kein Problem mehr mit dem Ausfräsen von Servo- Kabelkanal oder Holmschächten.
Zuvor war es immer eine heikle Angelegenheit, wenig Material aus 3mm oder 6mm Depron auszunehmen, ohne dabei
zutief zu schneiden, oder gar von neuem zu Beginnen. Sauber wurde es sowieso fast nie.
Daher habe ich Mich daran gemacht, die Fräse einfach nach zu bauen.

Bevor ich aber mit dem Einkauf der Materialien und dem Bau beginnen konnte,
musste ich Mir Gedanken machen, welches Material und wie Groß diese werden sollte.
Natürlich auch, welcher Motor hier geeignet wäre.
Bei Brushles Motoren, benötigt man noch einen Regler, dieser aber benötigt wieder gute Kühlung
ohne schaden zu nehmen.
Ich habe Mir daher ein paar Motoren angesehen, verglichen und schließlich
einen Igarashi N2738 - 125 12V elektromotor gekauft und anschließend, mich für diese Maße der beiden Platten entschieden.

Halteplatte: 100mm x 40mm x 6mm - Mittelloch nach Maße des Motors
Grundplatte: 100mm x 70mm x 6mm - Mittelloch 50mm

Mit diesen Maßen, habe ich Mir die Platten aus Plexiglas zuschneiden lassen.

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Benötigtes Material

2 x Plexiglasplatten
1x Gewindestange (je nach Bedarf)
2x Langmuttern
6x Unterlegscheiben "Groß"
2 x Druckfedern
2x Lineale "Standart"
2x LED
1x 12V Elektromotor
1x Adapter
1x Stirnkopf Fräser 3mm
1x 1,5m Kabel "Rot und Schwarz"
1x Spiralschlauch
1x Bananen Stecker "Rot und Schwarz"
1x Schrumpfschlauch für Schutz der Lötstellen

Benötigtes Werkzeug

Tisch Standbohrmaschine
Gewindebohrer
Bohrer
Anreißnadel
Körner
Schreibstift
Lineal
Winkel
Schiebelehre
Lötstation
Epoxy
Gewindekleber "Hochfest"

Arbeitsschritte zum Bau der Fräse

Die Maße die in den Fotos angegeben sind, sind die Maße von meiner Fräse, da Ich diese etwas größer gebaut hatte.

Zuerst werden alle Maße für die Bohrungen auf die Motorhalteplatte (Obere Platte) übertragen, angekörnt und gebohrt.
Die 2 äußeren Bohrungen (Siehe Bild) werden zuerst an der Motorplatte mit einen 3mm Bohrer gebohrt.
Nun wird die Platte genau Mittig auf die Grundplatte (untere Platte) gelegt und die beiden Bohrungen übertragen.
Wenn dieses passt, kann man an der Motorplatte die restlichen Bohrungen (je nachdem welchen Motor und welche Gewindestärke Ihr nehmt) herstellen.

Hinweis: An der Motorplatte, müssen die beiden äußeren Bohrungen etwas Größer sein, damit hier nur die Gewindestange ohne Ecken durch gehen kann. 

Kleiner Tipp: Schutzfolie erst nach dem Bohren abziehen. Somit erhält man keine Riffen an den Platten.

So sollte das dann aussehen.

Bohrung an der Grundplatte herstellen. Bevor aber das Gewinde geschnitten wird, sollte die Federsitzführung hergestellt werden.
Es ist aber kein MUSS - man kann diese auch weg lassen.
Diese dient dazu, dass die Feder später sich nicht hin und her Bewegen kann.

Motor, Adapter und Fräser zu einem Teil zusammen bauen und an der Motorplatte befestigen.
LED ebenfalls auf die Motorplatte montieren.

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Im nächsten Schritt, werden an der Grundplatte die Federn aufgesetzt und die Motorplatte mit der Grundplatte verbunden.
Hier muss man ein wenig Druck ausüben, da durch die Federn etwas Vorspannung vorhanden ist.

Der nächste Arbeitsschritt ist die Verkabelung für Motor und LED herzustellen. Lötstellen, sollten zum Schluß dann mit Schrumpfschlauch
gegen Kurzschluß gesichert werden. Die Fräse ist fertig!

Hm .... da war ja noch was! 2 Lineale liegen noch da.
Wohl das Wichtigste fehlt noch - die Fräse sollte auch auf Höhe eingestellt werden.

Nehmt die Fräse und stellt diese auf eine ebene Platte. Achtet darauf, dass der Fräser dabei genau aufliegt, ohne die Grundplatte anzuheben.
Im Notfall, beide Schrauben so verdrehen, bis das Ergebnis einwandfrei ist. Jetzt nehmt eine Schiebelehre oder Maßband und stellt die Halteplatte so ein,
das beide Seiten die selbe Höhe haben.
Beide Lineale, werden auf das Maß abgeschnitten, damit die "0" Linie mit der Unterkante der Motorhalteplatte genau abschließt.
Klebt nun beide Lineale mit Epoxy seitlich an die untere Grundplatte.

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So sollte das mit den Linealen aussehen.

Viel Spaß beim Nachbauen!

Hinweis: Ich übernehme keine Haftung über entstandene Schäden oder Verletzungen seitens eines Nachbaus dieser Fräse.
              Jeder ist für sein Handeln und Tun, selbst Verantwortlich.

Bau dieser Fräse, Autor und Fotos: © Anton Janka